
Oje! Ich hatte unseren Aufenthalt auf der Insel Garpen im Kalmarsund bereits gebucht, als mir klar wurde, was das eigentlich bedeuten würde. Eigentlich hatte ich schon lange mal auf einem Leuchtturm wohnen wollen, aber das ist ja beinahe unmöglich. Auf einer Leuchtturminsel dagegen kann man sich ziemlich schnell einmieten. Was aber tut man dann auf so einer Insel? Im besten Falle ist Garpen ca. 200 m lang und 50 m breit. Wenn es das Meer jedoch anders will, kann es auch schon mal sein, dass das Inselchen noch kleiner wird. Tja. Nun war es zu spät, drei Nächte auf der Insel gebucht!
Und natürlich regnet es bei unserer Anreise.



Unsere Sorgen drei Regentage auf einer Insel von 1000 qm aushalten zu müssen, sind unbegründet, das Wetter zeigt sich am nächsten Morgen von seiner schönsten sommerlichen Seite. Morgenbad, Picknick, Fika im Inselcafé, Lesen, Leuchtturmbesteigung und Inselerkundung (mal schnell am Nachmittag) gehören zu den täglichen Ritualen.


Irgendwie witzig, wie klein alles ist, wenn man von oben auf die Insel hinunterschaut.
Der erste Leuchtturm wurde 1893 aus Ziegelsteinen erbaut. Er wurde allerdings in den 1930 Jahren abgerissen und durch einen Betonturm ersetzt. Die Ziegel liegen noch auf der Insel rum, ist ja auch aufwändig, sie wieder abzutransportieren.

Wenn die Tagesgäste morgens gegen 10 mit dem ersten Boot von Bergkvara auf der Insel ankommen, verziehen wir uns in entfernte Eckchen, um dann am Abend die komplette Insel wieder in Besitz zu nehmen.

Einmal um die Insel in 2 Stunden.
Nordspitze

Südspitze

Sonnenuntergänge vom Feinsten haben wir auch gebucht.


Und für alle Interieurfreaks unter euch – man kann sich in einem hübschen Zimmer einmieten, das Ernst gestylt hat. Wir konnten außerdem ein Menu genießen, bei dem Ernst-Wein ausgeschenkt wurde. Hm.

Zum Abschied wieder Wolken und trübes Wetter.

